Versuch´s doch mal mit Schneeschuhen !

13 February, 2012 von · kommentieren
Kategorie: Ferienland Aktiv 

Ich gebe es zu: ein bisschen belächelt habe ich sie selbst, die Tiefschnee-Spaziergänger mit den breiten Flossen an den Beinen. Eingefleischte Tourengeher reihen diesen Sport gar als  „Patschen-Hatschn“ (Tirolerisch Hausschuh-Wandern“) ein.
Aber meine Freunde geben nicht auf! Letzte Sonntag stehen sie da, mit drei Paar Schneeschuhen. Die Lengau, oberhalb vom Kurort  Bad Häring gelegen, wollen wir damit erobern. Der Einstieg in die mit vielen Schlaufen versehenen Alu-Sohlen erfordert schon Geschick und Geduld. Dafür geht’s mit den Dingen dann richtig flott vorwärts und aufwärts. Anfangs fühlt man sich ein wenig entenhaft und breit im Gang, das verliert sich aber schnell. Nach einigen hundert Metern auf der geräumten Rodelbahn Lengau-Stallhäusl steigen wir eine Etage höher: auf 1 Meter hohen Tiefschnee-Wall. Und siehe da: die Dinger halten uns an der Oberfläche! Juchhe!

Mitten in die glitzernde Idylle hinein

Von nun an wählen wir frei der Nase nach die Route. Den Waldrand auf der Lengauer Lichtung entlang geht es zur Hochebene. Selbst eine Hangquerung lässt sich ohne Rutscher gut machen, die kurze Abfahrt zu Übungszwecken wird zur Riesen-Gaudi. Dass wir für die etwa 2 km Wegstrecke bis zur Lengauer Lichtung eine Stunde brauchten, ist uns schlichtweg egal. Die Schneeschuhwanderung war ein Riesenspaß. Beim Blick zurück ins Inntal hinunter, fassen wir gleich ein weit höheres Ziel ins Auge: Den Buchacker-Gipfel.

 

Wer unseren Spuren folgen will

Start oberhalb des Ortschaft Bad Häring, Parkplatz Lengauer Graben, dem Forstweg Rodelbahn Stallhäusl einige Wegkehren im Wald folgen bis zur Lichtung. Ziel: der Sattel zwischen dem Pölven und dem Juffinger Jöchl. Tipp: von dort führt die Rodelbahn 1 km weiter bis zum Gasthof Stallhäusl.

Unsere ganz privaten Spielregeln: Wir trampeln nicht durch den Jungwald und machen einen weiten Bogen um Tierfütterungen. Steilhänge lassen wir sein, ins Hochgebirge rennen wir auch nicht, schon gar nicht in Lawinenstriche. Alpine Gefahren machen nämlich keinen Unterschied zwischen Skifahrern, Tourengehen, Schneeschuhtouristen und anderen Zwei- oder Vierfüßlern.

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