Kufsteinerland

5 Winteraktivitäten abseits der Skipisten

Schluss mit faulen Ausreden!

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Die Ruhe der Natur. Ohne Skilifte. Ohne Trubel.

Wir kennen es alle: sehnsüchtig warten wir auf das weiße Gold. Auf die weiße Pracht. Auf den Schnee. Während der Dezember 2016 eher einem Oktober glich und mit seinen Sonnentagen wahrscheinlich mit dem Sommer konkurrieren könnte, dürfen wir uns ja mittlerweile an einer ganzen Masse an Schnee erfreuen. Leider verleitet die Schneeidylle jedes Jahr erneut dazu, faul auf der Couch zu liegen und die eigene Komfortzone ins unendliche zu erweitern. Schluss mit faul! Wir werden aktiv. Aber nicht auf der Skipiste.

1. Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Rodel.

Rodeln ist wohl eine der lustigsten Aktivitäten, die der Winter mit sich bringt. Im Kufsteinerland warten gleich acht verschiedene Rodelbahnen darauf, von euch bezwungen zu werden. Es kommt ganz darauf an, wie viel ihr bereit seid, bergauf zu laufen. Umso weiter nach oben, umso mehr Vergnügen nach unten. Ist klar.

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Gemütlich wandert man hoch zu Kala Alm.

Eine der längsten Strecken führt von der Kala Alm in Thiersee ins Tal hinab. Die haben (bis auf montags) immer geöffnet. Das Beste daran? Auch am Abend könnt ihr hier die zu 2/3 beleuchtete Bahn nach unten flitzen. Und das alles unter dem klaren, mit Sternen übersäten Himmelszelt. Ist echt ein ziemlich cooles Erlebnis.
Wenn ihr dann noch alle eure Freunde dabeihabt, raten wir euch vorher noch ein Bierchen zu genießen und ja nicht auf ein wenig Hüttengaudi zu verzichten. Der Aufstieg muss ja schließlich auch belohnt werden, bevor die Fahrt ins Tal angetreten wird.

Und sollte das doch „zu weit“ sein, beziehungsweise das Gemüt einfach ein bequemeres sein, so könnt ihr mit eurem Flitzer auf eine flotte Rodelpartie in Niederndorf am Hechenberg vorbeischauen. Vor allem für Familien mit Kleinkindern bestens geeignet.

6 weitere Rodelbahnen stehen euch dann noch zur Auswahl. Am besten einfach mal durchklicken und eure Lieblingstrecke ausforschen.

2. Fast wie "Joggen im Winter"

Langlaufen sei altmodisch und uncool? Von wegen! Es ist mehr im Trend als je zuvor. Man könnte es auch als „Winterjogging“ bezeichnen. Also zumindestens unserer Meinung nach.

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Perfekt gespurte Loipen und der Schnee strahlt mit der Sonne um die Wette.

Es ist ein ganz toller Sport, um Zeit mit dem Partner, der besten Freundin oder Mama zu verbringen. In perfekt gespurten Loipen nebeneinander herzulaufen erlaubt es – je nach Länge der Strecke – lange oder laaaaaange Gespräche zu führen und dazu noch seinem Körper etwas Gutes zu tun. Macht gute Laune und eine gute Figur.

Und für die noch aktiveren „Winterjogger“ unter euch, sind die Loipen natürlich auch zum Skating bestens präpariert.

Endloses Langlauf- und Skatingvergnügen inmitten der idyllischen Orte des Kufsteinerlandes. Bevor euch die Anstrengung den Atem raubt, raubt ihn euch das verschneite Panorama eines jeden Ortes. Und jeder Ort auf seine ganz eigene Weise.

Kleiner Tipp am Rande: in Schwoich und Bad Häring könnt ihr auch abends noch eine Runde drehen.
Die Stöffl-Runde (Schwoich) oder die Sprint-Loipe (Bad Häring) sind beide bis 21:30 Uhr beleuchtet.
Also zählt auch die Ausrede "ihr hättet tagsüber keine Zeit gefunden" nicht mehr ;-)

3. Von Prinzessinnen, Prinzen und Eishockeyspielern

Ihr werdet euch wie Eisprinzessinnen fühlen, oder wie Eisprinzen, wenn ihr sanft über die zugefrorenen Seen gleitet, der Schnee am Ufer in der Sonne glitzert und funkelt, die Natur sich still verhält und nichts als das Lachen fröhlicher Kinder, das Schlittern der Kufen auf dem Eis und hie und da der dumpfe Aufprall einer von Bäumen fallenden Schneedecke, die mit sanftem Staub zum Ausklang kommt, rundherum zu hören ist.

Am sagenumwobenen Thiersee oder am märchenhaft gelegenen Hechtsee. Das Erlebnis ist bei beiden vor allem eins: unvergesslich schön.

Wer es lieber etwas traditioneller haben möchte, der begibt sich auf die zahlreichen weiteren Eislaufplätze in der Region, wie zum Beispiel am Sportplatz Langkampfen oder in der Eisstockhalle Bad Häring. Spaßgarantie habt ihr überall. Und dank professioneller Bodenmarkierungen steht auch einem Eishockeyspiel, zum Beispiel in Kufstein, nichts im Weg.

4. In den Tiefen der weißen Wälder

Was in einer Wanderregion nicht fehlen darf? Natürlich Wandern! Ein Highlight, welches man im Kufsteinerland besucht haben soll, wie den Eiffelturm in Paris, ist das Hinterbärenbad im weltberühmten Kaisertal, welches 2016 sogar als „Schönster Platz“ in Österreich ausgezeichnet wurde. Und das trifft auch im Winter zu: hat man den aus ca. 280 Stufen bestehenden Aufstieg ins Tal geschafft, eröffnet sich vor einem ein Paradies aus Wiesen, Wäldern und kleinen Hütten. Und alles unter Schnee begraben, versteht sich.

Getreu dem Text von Richard B. Smith „Walking in a Winterwonderland“ könnte man eine Winterwanderung im Kaisertal auch beschreiben: Wandern im Winterwunderland.

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Das Hinterbärenbad mit dem Totenkirchl im Hintergrund ist auch ein sehr

Sind die Stufen ins Kaisertal überwunden, ist der weitere Weg zum Hinterbärenbad Genuss pur: Fast flach spaziert man hinein ins Tal, bis die kleine Kapelle und das Hinterbärenbad vor der mächtigen Kulisse des Totenkirchls vor einem erscheint.

Et voilà – schon hat man eines der berühmtesten Motive und einen der berühmtesten Plätze in ganz Tirol erreicht.
Aber das ist natürlich nur eine von vielen Winterwanderungen, die euch durch die scheinbar verzauberte Naturidylle im Kufsteinerland führt.

5. Spuren im Schnee

Zum Schluss möchten wir euch noch einen ganzen besonderen Tipp mitgeben: Das Schneeschuhwandern.

Die geräumten Wege im Kufsteinerland zu verlassen, ist ungefähr dasselbe, wie sich von gespurten Pisten in den großen Skigebieten abzuwenden. Dennoch wird sich Besagtes hier im Kufsteinerland anfühlen, wie eine spannende Entdeckungsreise. Versteckte Wiesen und Felder, romantische Waldlichtungen, abgelegene Höfe und unberührte Natur sind die Belohnung dafür, sich den Weg durch den teilweise kniehohen Pulverschnee zu bahnen. Das Knirschen der weißen Pracht und der leuchtend blaue Himmel, strahlender Sonnenschein und die frische, reine Luft lassen euch ein Gefühl spüren, welchem wir doch alle hinterherjagen: das Gefühl der Freiheit.

Sich zu erholen, während man erlebt ist nicht immer so einfach. Bei einer Schneeschuhwanderung aber schon.

Also, Aufruf an alle Faultiere und Couchpotatoes: raus in die Natur und rein ins Vergnügen! Umso aktiver ihr den Tag (oder auch den Abend ) verbringt, umso verdienter und kuscheliger wird sich die Zeit auf dem Sofa, in der Badewanne oder im Bett danach anfühlen.

Katze
Schluss mit faul!

1 Kommentar(e)

Patricia Gallitzendörfer

17.01.2017 - 06:55 Uhr

Auf dem Bild im Kaisertal ist nicht die Antoniuskapelle, sondern Hinterbärenbad... Ansonsten schöne Anregungen 😊 Schönen Gruß

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