Kufsteinerland

Der Flohmarkt ruft

Schatzsuche beim Hödnerhof in Ebbs

Trödeln und Upcycling liegen im Trend. Unzählige Flohmärkte finden jährlich in Österreich statt. Doch wer nicht früh genug aufsteht, verpasst die heißbegehrten Schnäppchen am weitum bekannten „Hödnerhof Flohmarkt“ in Ebbs. Dieser ist gleichermaßen ein Hochgenuss für Schnäppchenjäger, Händler, Sammler, Nostalgiker.

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EARLY BIRD – Der frühe Vogel fängt den Wurm

Sonntagmorgen, 6 Uhr früh. Am Horizont ist ein schmaler Silberstreifen zu sehen, Raureif überzieht die Wiesen. Außer den Zeitungsausträgern ist noch keiner in der Festungsstadt Kufstein auf den Beinen. Sollte man meinen. Doch – Fehlanzeige: Auf dem Parkplatz der Erlebnisgärtnerei Hödnerhof herrscht schon reges Treiben. Parkeinweiser in orangen Warnwesten gekleidet eilen von einem zum anderen Auto und weisen den Lenkern Parkplätze rund um das Außengelände der Tiroler Gärtnerei zu. Männer und Frauen rennen schon frühmorgens mit Kleiderstangen und Kartons durch die Halle der Erlebnisgärtnerei. Die meisten Stände der Händler sind bereits aufgebaut. Einige wenige „Marktler“ nehmen noch den Feinschliff an ihren Standflächen vor.

Die Schatzsuche beginnt…

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Ich schaue mir das rege Treiben aus der Ferne an. Dann entdecke ich am Ende der Halle meine Bekannte Susanne. Susanne ist eine der zahlreichen Besucherinnen. Sie durchstöbert den Stand eines älteren Herrn mit weißem Vollbart und zerschlissener Jeans. Die angebotenen Artikel stehen in Reih und Glied. Ein Tapeziertisch mit weißer Tischdecke dient ihm als Verkaufstisch. Das Objekt von Susannes Begierde ist eine alte, weiße Lampe mit ausgestanztem Blümchenmuster im Shabby Chic Stil.

„20 EUR für die Lampe“ schießt es aus ihr heraus. Der Mann überlegt kurz, bevor er den Preis in die Höhe treibt. Susanne bleibt stehen, überlegt kurz und winkt dann dennoch dankend ab. Geschickter Zug? Ja! Nur wenige Meter laufen entlang der weiteren Stände, bevor uns der Händler nachläuft und uns bittet retour zu kommen. Susanne macht mit einem schelmischen Grinsen kehrt. Schlussendlich ergattert sie die Lampe um den von ihr gewünschten Preis.

Feilschen macht hungrig…

Mir ist nach einem leckeren, regionalen Frühstück. Für dieses verlasse ich den Flohmarkt und gehe in die Erlebnisgärtnerei Hödnerhof. Dort in gemütlicher, stilvoller Atmosphäre in Mitten der Pflanzenbracht erstrahlt seit August 2019 das Hödnerhof Café & Bistro. Die Tische wurden eigens von Senior-Chef Franz Hörhager gedrechselt. Schon beim Anblick der vielen Köstlichkeiten in den unterschiedlichen Vitrinen wird mir klar, dass mir die Entscheidung schwerfallen wird. Ich entscheide mich für ein Basis Frühstück bestehend aus gemischten Semmeln in der Zirbenschüssel mit Butter und Marmelade, ein Rührei und zweierlei vegane Aufstriche. Dazu genieße ich einen Apfel-Holundersaft. Während ich mein herrliches Frühstück genieße schmökere ich in der Speisekarte. Für heute bin ich mehr als satt, aber bei meinem nächsten Besuch will ich dann einen der selbstgemachten Kuchen oder eines der regionalen, warmen Gerichte probieren.

Abschließend möchte ich noch sagen: „Für Menschen, die noch keinen Flohmarkt besucht haben, mag vieles vom angebotenen Sortiment Ramsch sein, aber für Flohmarktfans, wie für mich, sind es Schätze!“ Meine Schatzsuche wurde mit einem Besuch in der Erlebnisgärtnerei und dem Gartencafé abgerundet – Ein wirklich gelungener Sonntag.

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