Kufsteinerland

MUNDE - Theaterstück auf 1270 Metern

Theater am Berg

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Ein außergewöhnliches Erlebnis - Das Theater hoch oben am Berg

Theater am Berg - ja, vor einem Jahr hätte sich das niemand erträumen lassen. Da machte sich eine kreative Gruppe des Stadttheaters, Tourismusverbandes und dem Stadtmarketing auf den Weg, um diese Flausen weiter zu entwickeln.

In diesem Jahr wollten wir hoch hinaus

Im heurigen Sommer konnten wir die Idee dann verwirklichen. Nach einem intensiven Scouting und einer Auseinandersetzung mit der Natur- und Kulturlandschaft im Umfeld der Kaiserlift Bergstation haben wir schließlich die perfekte Theaterlocation und Stück von Felix Mitterer gefunden, direkt in einer Senke neben dem Weinbergerhaus am Brentenjoch. Errichtet wurde dort, wie soll es sein und passend zum Stück, auch ein Gipfelkreuz, welches mittlerweile zum Attraktionspunkt geworden und nicht mehr weg zu denken ist.

Gott sei Dank ist unser Experiment heuer geglückt, denn das Team musste viele Faktoren berücksichtigen: Akustik, Schlechtwettersituationen, Sonnenuntergangszeiten, mögliche gastronomische Einsätze, Sitzmöglichkeiten u.v.m. Aber wo ein starkes Team zusammen arbeitet und jeder an einem Strang zieht, dort gibt es auch immer Lösungsmöglichkeiten …. Die Presse hat es uns gedankt, viel berichtet, und so war das Theater die ganze Saison über bis auf den letzten Platz ausgebucht.

So hab ich das "Theater am Berg" erlebt...

Nach einem anstrengenden Tag durften meine Kollegin Sabine und ich noch einen wundervollen erholsamen, aber vor allem sonnigen Abend im Kaisergebirge verbringen. Wie man auf unseren Bildern sieht, strahlte die wärmende Abendsonne auf unsere Haut. Kaum in den Kaiserlift eingestiegen, machte sich ein wohliges Entspannungsgefühl in uns breit.

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Die Auffahrt mit dem Einsersessellift

Bei der freundlichen Ankunft nach einem kurzen Umstieg an der Mittelstation ging es in der Abendsonne vorbei am Kraftplatz und bei vollem Panorama (Richtung Wilder Kaiser, Bettelsteig und der Steinberg-Alm) ein kleines Stück hinauf zum Weinbergerhaus.

Als wir dort angekommen waren, waren die Tische bereits gut gefüllt. Einige Zuseher haben sich ganz chillig auf einem kleinen Hügel unterhalb der Hütte platziert.

Gleich nach Ankunft holte ich mir und Sabine etwas zu essen und trinken – denn auch dafür hatte man im Vorfeld bestens gesorgt. Ein guter Nährboden für gute Laune und einen schönen Kulturabend in den letzten Strahlen der Abendsonne.

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Faszination und Spannung bei den vielen Zuschauern

Zum Inhalt dieses spannenden Stückes

Im Stück bestiegen fünf Arbeitskollegen einer Dachspenglerei - ein Meister, zwei Gesellen, ein türkischer Gastarbeiter und eine Büroangestellte – die MUNDE bei Telfs in Tirol während eines Betriebsausfluges. Ein schöner Ausflug sollte es werden, mit Bier, Schnaps und Würstel.

Anfangs herrschte fröhliche Stimmung mit den üblichen Frotzeleien, dann legte der Alkohol die unterdrückten zwischenmenschlichen Spannungen frei. Fünf Menschen am Abgrund, einer geht einen Schritt zu weit… Die Gruppendynamik eskalierte völlig. Der Spenglermeister lebte seine Konflikte mit seinen Gesellen aus, der jüngere von beiden bekam ordentlich eines auf die Mütze. Die Hackordnung innerhalb des kleinen Teams kam während des Stücks voll zum Vorschein. Die Sekretärin, die mit einem der Gesellen liiert war, fungierte ständig als Mediatorin zwischen ihrem Männerhaufen. Der Besitzer der Firma, wie soll es anders sein, war beim Ausflug gar nicht anwesend… noch schlimmer. Der türkische Gastarbeiter wurde mit fremdenfeindlichen und diskriminierenden Angriffen konfrontiert, bis der Spenglermeister schließlich während einer Schlägerei im Abgrund verschwand.

Reflektierend ein Stück zum Nachdenken – besonders im Anblick der aktuellen Flüchtlingsthematik. Die Schauspieler haben alle eine Meisterleistung vollbracht und die Rollen authentisch ausgeführt.

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Mit dem Lift der Sonne entgegen und zurück ins Tal

Nach dem Ende des Stücks konnten wir in den letzten Sonnenstrahlen eine ruhige Abfahrt genießen. Hoffentlich können wir das Projekt im Sommer 2017 fortführen. Schon jetzt möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken!

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