Kufsteinerland

Mit Baby auf den Spitzstein

Sonnige Winterwanderung im Pulverschnee

„Woo seid ihr?! Am Spitzsteinhaus? Ihr wolltet doch nur kurz auf einen Kaffee in die Sonne!“
Das stimmt! Oben am Berg gab’s auch beides. Heißen Kaffee und traumhafte Sonne. Dennoch kann es meine Freundin nicht recht glauben, als sie mich an einem frostigen Winternachmittag am Handy erreicht. „Kurz“, „Kaffee“ und „Sonne“ schließen sich am Spitzstein nämlich in keinster Weise aus.

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Mit Papa die Aussicht genießen

Bis vor zwei Jahren war der Spitzstein noch unser allerliebster Feierabend-Skitourenberg. Heute sitzen wir mit Baby in der Sonne und genießen das Bergpanorama. So ändert sich das Leben mit Kind. Auch schön. Nur anders.

Hauptsache am Spitzstein

Der Spitzstein ist mein absoluter Lieblingsberg in der Region. Wunderschöne Wanderwege, eine sonnige Lage, urige Einkehrmöglichkeiten und ein atemberaubender Ausblick machen den Spitzstein zu jeder Jahreszeit zu dem perfekten Ausflugsziel. Da man den sonnigen Südwesthang des Spitzsteins im Winter auch wunderbar mit Tourenski und Schneeschuhen erklimmen kann, verwöhnen das Spitzsteinhaus und die Altkaser Alm die hungrigen Wanderer und Skitourengeher das ganze Jahr über mit köstlichen Spezialitäten. Später im Jahr, wenn der Schnee wieder etwas geschmolzen ist, öffnet auch die etwas tiefer gelegene urige Gogl-Alm wieder ihre Pforten und schon jetzt freue ich mich auf die saftigen Kuchen auf der Alm!

Der Spitzstein ist ein klassischer „Grenzberg“, wie man sie hier in der Region öfter antrifft. Von Deutschland erreicht man den Spitzstein vom Bergsteigerdorf Sachrang aus, wer in Österreich startet, dessen Ausgangspunkt befindet sich meistens oberhalb von Erl.

Kaffeefahrt ins Gipfelglück

Heute beginnen auch wir unseren kurzen Kaffee-Ausflug auf dem „Erlerberg“. Das Tolle am Erlerberg ist, dass er über Parkplätze auf verschiedenen Höhen des Berges verfügt, sodass man selbst wählen kann, wie viele Höhenmeter man sich zutrauen möchte. Wir entscheiden uns heute für den „klassischen“ Anstieg vom Parkplatz Erlerberg aus, der auf ca. 965m liegt. Bis zum Spitzsteinhaus haben wir also knappe 300hm vor uns.

Halt: da ist ja noch jemand. Stand da nicht was von „Baby“? Na klar, Louise ist natürlich auch mit dabei. Mit ihren 13 Monaten ist sie leider noch wenig daran interessiert, auf ihren eigenen Füßen die heimische Bergwelt zu erkunden, deswegen darf sie heute in ihrer Kraxe thronend das traumhafte Panorama genießen.

In nordöstliche Richtung startend stapfen wir auf einem kleinen verschneiten Pfad durch den Winterwald, passieren kurz die Fahrstraße und befinden uns schon bald auf einer wunderschönen freien Wiese, die zum ersten Mal den Blick auf den mit schön geschwungenen Skispuren durchzogenen Gipfelhang des Spitzstein freigibt. Rechterhand passieren wir die Stoana-Alm und erreichen nach einer guten halben Stunde die Gogl-Alm. Dort legen wir eine kurze Pause ein und Louise verlangt sofort nach einer Runde Schaukeln auf dem ihr vom Sommer bekannten kleinen Kinderspielplatz der Gogl-Alm.

Wir genießen solange die wahnsinnige Aussicht auf das Kufsteinerland, die bayrischen Voralpen und den Wilden und Zahmen Kaiser, bis wir die letzte Etappe unserer heutigen Bergtour in Angriff nehmen. Auf einem breiten, mäßig ansteigenden Forstweg spazieren wir nun in Richtung Spitzsteinhaus, das wir nach weiteren zwanzig Minuten erreichen. Auf der Altkaser-Alm tummeln sich schon einige Skitourengeher, die die Schmankerl aus der hauseigenen Käserei genießen, sodass wir uns heute mal für eine Einkehr im Wurf weit entfernten Spitzsteinhaus des Deutschen Alpenvereins entscheiden.

Am Ziel angelangt suchen wir uns ein sonniges Platzerl an der Hauswand und genießen unseren verdienten Nachmittagskaffee, während Louise die am Haus vorbeikommenden Skitourengeher bestaunt.

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Das Kufsteinerland im Winterkleid

Bald, Louise, bald kaufen wir dir die kürzesten Tourenski, die es gibt, damit du mit uns gemeinsam durch den Pulverschnee wedeln kannst!
Bis dahin geht’s eben zu Fuß durch den Schnee. Deswegen verstauen wir Louise wieder in ihrer Kraxe und spazieren in die untergehende Sonne hinein zurück ins Tal, während wir ein letztes Mal die traumhafte Aussicht genießen.

Schön war’s! Bis bald, lieber Spitzstein!

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