Kufsteinerland

Auf einen Wochendtrip nach Kufstein.

Raus aus dem Alltag rein in die Stadt am Fuße des Kaisergebirges.

Wenn man sich dafür entscheidet, vielleicht sogar ein langes Wochenende, nach Kufstein in Tirol zu reisen, hat man die Qual der Wahl. Das Städtchen mit seiner Umgebung im Tiroler Unterland hat so vielfältige Angebote zu entdecken, dass man vielleicht im ersten Moment etwas ratlos ist, was man tun möchte. Deswegen habe ich euch hier einmal exemplarisch die „Must Do‘s“ für einen 3-Tages Wochenendtrip zusammengestellt.

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Tag 1: Die Highlights der Stadt erkunden

Direkt nach der Ankunft bietet sich ein kleiner Stadtbummel durch die kleine und feine Altstadt Kufsteins an. Die Römerhofgasse lädt mit ihren denkmalgeschützten Gebäuden nicht nur zum Fotografieren ein, sondern bietet auch Möglichkeiten zu einem späten Frühstück.

Wer sich mehr für die Geschichte Kufsteins interessiert, dem empfehle ich den historischen Rundweg. Vorbei an hübschen Jugendstilhäusern, entlang des Inns oder vor dem prächtigen Haus der Sparkasse, interessante Infotafeln bieten überall dort einen kurzen Einblick in Kufsteins Historie.

Auf dem Rundweg lohnt sich ein Abstecher zu Riedel Glas. Südlich der Festung, bei der Stadtpolizei zweigt die Straße zur Glasbläserei Riedel ab. Dort kann man den Glasbläsern bei ihrem ursprünglichen Handwerk über die Schulter schauen und beobachten wie kunstvolle Karaffen, Gläser oder Dekanter entstehen.

Auf gleichem Weg zurück, gelangt man fast automatisch wieder zur im Zentrum thronenden Festung. Einen Besuch auf dieser sollte man auf keinen Fall auslassen. Neben dem aussichtsreichen Blick von den meterdicken Mauern hinab auf Kufstein, gelangt man durch mystische Tunnel zu einem 60 Meter tiefen Brunnen, dem ehemaligen Gefängnis im Turm, der bis Bayern klingenden Orgel und interessanten wechselnden Ausstellungen.

Den perfekten Tagesabschluss findet man anschließend bei einem eleganten Gin im Stollen 1930 in Kufstein. Dort kann man sich bei einer Auswahl von über 750 Sorten gar nicht recht entscheiden welchen edlen Tropfen man zuerst verkosten möchte.

Tag 2: Ein Ausflug ins Umland von Kufstein

Für die Aktiven unter uns würde ich empfehlen das Umland mit dem Fahrrad zu erkunden. In Zeiten von E-Bikes ist das auch ohne allzu große Kraftanstrengung hervorragend möglich! Einen Überblick an E-Bike Verleihen findet man hier:

Mit dem Bike durchfährt man die Region mit besonders wenig Hektik und Aufregung. Am besten man schlägt zuerst den Weg entlang des Innradweges in Richtung Ebbs ein. Schon von weitem sieht man die hübsche Kirche St. Nikolaus über Ebbs ragen. Die steile, aber kurze Straße hinauf belohnt mit einem wunderschönen Ausblick über das Unterinntal. Mit ein bisschen Glück begrüßt einen der hauseigene Pfau.

Nach einer kurzen Rast fährt man weiter oben am Buchberg (so heißt der Teil von Ebbs) entlang. Als nächsten Stopp empfehle ich dann die Käserei Plangger. Käseliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Entweder kehrt man ein oder nimmt sich nur Käse mit, beides sind gute Optionen.

Nachdem man sich dort gestärkt hat, führt der Weg weiter nach Erl. Zum einen lohnt der Blick auf das Fest- und Passionsspielhaus. Zum anderen ist der Wasserfall ein schönes Schmuckstück der Natur. Wer sich Käse mitgenommen hat, kann den hier jausen oder sonst einfach nur das Rauschen des Wassers genießen.

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Der kleine und feine Wasserfall bei Erl ist ein natürliches Schmuckstück

Sollte man nun noch Zeit haben, bietet sich ein Abstecher zum Hechtsee an. Von Kiefersfelden erreicht man ihn am besten über einen kurzen steilen Weg, der vom Hechtseeweg aus weiterführt. So muss man allerdings mit dem Fahrrad nicht über die stärker befahrene Bundesstraße. Entweder man springt zur Abkühlung noch hinein oder lässt auch nur die Füße im Wasser baumeln. Hier lässt sich der Tag sehr entspannt ausklingen.

Tag 3: Mit dem Kaiserlift auf die Steinbergalmen schweben

Ein absolutes Highlight ist der Kaiserlift. Er schwebt als 1er Sessellift direkt aus der Stadt in die Berge. Es bietet sich also an, nach dem Frühstück den Weg zur Talstation des Liftes einzuschlagen und sich gemütlich nach oben tragen zu lassen. Oben angelangt hat man nun mehrere Möglichkeiten. Entweder man genießt die umwerfende Aussicht auf das Kaisergebirge und ins Inntal hinab. Oder man begibt sich auf eine kleine Wanderung.

Mir persönlich gefällt die Runde über den Gamskogel, die Obere Steinbergalm und die Kaindlhütte, zurück zum Brentenjoch sehr gut. Mit ca. 3:15 h und 440 Höhenmetern geht man auf einfachen Waldwegen und Forststraßen eine schöne Runde, die auch für nicht so geübte und trainierte Wanderer, mit gutem Schuhwerk begehbar ist. Eine Einkehr in einer der Almen oder Hütten lohnt auf jeden Fall!

Gestärkt schwebt man anschließend wieder hinab ins Tal. Mit den Bildern vom Wilden Kaiser im Kopf, taucht man wieder ein, in das städtische Treiben und da es der letzte Tag somit auch wieder ein Stück in den Alltag zurück.

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Zurück in Richtung Tal und gleichzeitig zum Alltag, geht es gemütlich bergab.

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