Kufsteinerland

Die Nasch-Zentrale in Ebbs

und ihre Weihnachtsrezepte

Mir wurde die ehrenvolle Aufgabe zuteil, einen Blog über Weihnachtsrezepte zu schreiben. Obwohl Backen nicht so „mein Ding“ ist, dachte ich sofort, ich müsse mir dafür eine Backstube suchen und den Konditoren über die Schulter schauen. Mit etwas Glück würden sie mir auch noch ihre „Geheimrezepte“ verraten.


Gesagt, getan: Die Nasch-Zentrale in Ebbs bot sich perfekt dafür an. Eigentlich stellte ich mir unter dem Terminus „Nasch-Zentrale“ eine große Backstube mit vielen lauten Rührmaschinen vor. Nein, weit gefehlt, völlig falsch….

So machte ich mich also auf nach Ebbs.

Die Nasch-Zentrale

Die Nasch-Zentrale in Ebbs
Die Nasch-Zentrale in Ebbs

Wenn man von Kufstein kommt, biegt man bei der schönen, großen Pfarrkirche rechts in die Kaiserbergstraße ein. Ich fahre also diese Straße entlang und sehe auf einmal einen großen wunderschönen weihnachtlich geschmückten Birnbaum vor einem alten, sehr gepflegten Bauernhaus. Dieser Anblick fesselt mich dermaßen, dass ich beinahe vergesse stehenzubleiben.

Eingang_Nasch-Zentrale_Jana_Ebbs
Eingang der Nasch-Zentrale

Ich stelle also mein Auto ab und gehe durch den kleinen Vorgarten in Richtung „Nasch-Zentrale“, die sich direkt neben dem Bauernhaus, einer Schnapsbrennerei, befindet. Es ist ein hübsches, kleines Lokal, sehr geschmackvoll eingerichtet. Es duftet nach Punsch, gebratenen Mandeln und Waffeln, nach Weihnachten eben. Sogleich begrüßen mich die Hausleut Jana und Stefan sehr herzlich.

Jana_Stefan_Innhaber_Nasch-Zentrale_Rosie Gunitzberger
Hausleut Jana und Stefan im „Wohnzimmer“ der Nasch-Zentrale

Arbeiten in der Kreativzentrale

Die beiden wollen mir also heute wirklich das Keksebacken schmackhaft machen. Mal schauen, ob es ihnen gelingt! Wir gehen in den Raum nebenan, eine Art verlängerter Arbeitsraum, die sogenannte Kreativzentrale des Cafés, wo die erste Herausforderung auf mich wartet. Denn aus dem Zuschauen wird nix. Ich muss zwar nicht selber backen, aber verzieren.

Beim Anblick der vorbereiteten Lebkuchen (als Christbaumbehang) muss ich unweigerlich an meine Kindheit denken und es beginnt zu „weihnachteln“. Während der Spritzguss aus Wasser und Staubzucker noch in der Küchenmaschine gemixt wird, zeigt mir Stefan, wie man einen Stanitzel faltet: Man nimmt Backpapier, schneidet ein Dreieck heraus und rollt es so eng zusammen, dass der Stanitzel stabil ist. Dann befüllt ihn Stefan mit der Spritzglasur. Wahrscheinlich ahnt er, dass Zeichnen nicht meine Stärke ist, denn er gibt mir eine Vorlage mit Mustern zum Üben und Nachmachen.

Da meine Versuche gar nicht so schlecht sind, beginne ich Freude am Verzieren zu entwickeln und möchte eigentlich gar nicht mehr aufhören….

Rosie am Verzieren der Kekse
Rosie am Verzieren der Kekse

Aber da kommt Jana und sagt: „Die Mandeln warten!!“ Zurück in der Nasch-Zentrale sind schon alle Zutaten hergerichtet. Dieses Mal muss ich aber selber an den Herd!

Die Küche, das Herzstück des Hauses

Wir geben Wasser und Zucker in einen Kochtopf. Sobald sich der Zucker auflöst, geben wir die Mandeln dazu und rühren um, damit nichts anbrennt. Die Mischung kocht so lange, bis das Wasser verdampft ist. Die Mandeln werden jetzt „sandig“, d.h. der Zucker kristallisiert aus. Ich rühre fleißig weiter, bis der kristallisierte Zucker karamellisiert und sich um die Mandeln legt. Anschließend geben wir die gebrannten Mandeln auf ein Backpapier zum Abkühlen. Damit sie nicht wie Klumpen aneinanderkleben, trennen wir sie mit einem Kochlöffel. Bevor wir sie verkosten, lassen wir die Mandeln ein wenig abkühlen und gönnen uns noch ein Gläschen Punsch dazu, Kinderpunsch versteht sich…

Jana meint, dass man die Mandeln auch mit Schokolade überziehen könne. Zu den Rezepten geht es hier:

Wieder zu Hause in Kufstein, umgibt mich immer noch der Duft von Weihnachtsbäckerei und Punsch!

Die süße Versuchung – ein voller Erfolg

Jana und Stefan haben mich überzeugt, dass sich mit einfachen Mitteln und Rezepten leckere Weihnachtsbäckerei herstellen lässt und man auch noch Freude daran hat. Ich habe den Verdacht, dass Backen doch noch „mein Ding“ werden könnte!!

Abschließend kann ich nur jedem einen Besuch in der Nasch-Zentrale empfehlen. Dort gibt es so viel Schönes für's Auge und Leckeres zum Naschen und Trinken. Schaut einfach mal rein. Jetzt gleich elektronisch und später dann persönlich. Ich versichere euch, ihr werdet es NICHT bereuen. Außerdem findet ihr bei Jana und Stefan online eine Menge toller Rezepte, da läuft mir gleich wieder das Wasser im Mund zusammen!

Zusätzlich gibt es in der Adventzeit die Möglichkeit, mit Jana im Zuge unseres Wochen-Programmes Lebkuchen zu verzieren.

Diese sehen dann sicher so aus….

Fertig_verzierte_Mandeln_Stefan_Loidl
So macht das Backen Spaß

Ich wünsche allen Lesern einen schönen Advent und viel Freude beim Backen.

Rosmarie Gunitzberger

1 Kommentar(e)

Christine Egger

07.12.2018 - 08:43 Uhr

Liebe Rosi, Da möcht ich hin. Hast Du wundervoll beschrieben. Was wir hier alles haben. Danke

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